Tracks 11. Mai 2013 “South by Southwest – Special”

Einmal jährlich trifft sich die Welt zur größten Messe für Musik, Film und digitale Medien in Austin, Texas. Mehr als 2200 Bands aus 5 Kontinenten…

 

Dena_by Emma_SvenssonSXSW 2013, Austin, Texas

Einmal jährlich trifft sich die Welt zur größten Messe für Musik, Film und digitale Medien in Austin, Texas. Mehr als 2200 Bands aus 5 Kontinenten auf über 90 Bühnen. Knapp 19.000 Vertreter der Musikindustrie. Über 130 Filmvorführungen. Dazu hunderte Workshops, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen. Vor 27 Jahren als Geheimtipp gestartet, ist das „South by Southwest Music and Media Conference and Festival“ inzwischen zum kommerziellen Mega-Event geworden. Tracks blickt hinter die Kulissen und zeigt euch die Ups and Downs eines kulturellen Ausnahmezustands. So erfahren wir im “Deutschen Haus”, wie Wolkenkratzer kleine Holzhäuser bedrohen und lernen von dem Tänzer Daniel Llanes, dass Modernisierung auch anders gehen kann…Austin-Style! Außerdem wollten wir wissen, was denn dran ist an dem Texanischen Cowboy-Klischee – und haben den peace-igen Filmemacher Wade Rowland auf den Schießstand begleitet. Seid gespannt!

SXSW Music Festival

Bei über 2200 Bands und DJs kann man schon mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Das Tracks SXSW 2013 Special ist euer Pfad durch den dichtesten Musik-Dschungel unserer Tage! Freut euch auf den Urban Folk von “Fetsum”, die Indie-Bands “Darwin Deez” und “Oh No Oh My”, den melancholischen Elektro-Pop von “Faye” und die französische Rockgruppe “Lys”. Außerdem am Start: “Fitz and the Tantrums” aus L.A., Besuch aus Deutschland von “Dena”, “Boy” und “Sizarr”, sowie HipHop von “SHI 360″ aus Israel und von Aussie-Superstar “360″.

Boy_FastForward
SXSW Film Festival

1994 als Ableger des Musik Festivals gestartet, locken die entspannte Atmosphäre Austins und der hohe Anspruch des SXSW Film Festivals inzwischen ein internationales Publikum. Unter anderem mit dabei: Regisseurin Andrea Thiele aus Deutschland mit der Doku-Komödie „You Drive Me Crazy“. Ein Film über drei Menschen, die im Ausland noch einmal ihren Führerschein machen müssen und dessen stiller Humor auch in Texas ein breites Grinsen erzeugt. Aus Frankreich bereichern Ruben Amar und Lola Bessis die Festivalbesucher mit ihrem gemeinsamen Langfilmdebut “Swim Litlle Fish Swim”. Und im herzerwärmenden Dokumentarfilm “The Punk Syndrome” wird eine Finnische Band porträtiert, deren intellektuell behinderte Mitglieder sich zwar nicht leiden können, aber trotzdem perfekt harmonieren.

SXSW Interactive

Zunächst war das Interactive Festival als Multimedia-Konferenz dem Film Festival angeschlossen. Seitdem ist es immer weiter gewachsen und mit über 1000 Einzelveranstaltungen seit Jahren das größte Event seiner Art – weltweit. Hier kann man die Trends von morgen schon heute bestaunen. Einige der heute ganz Großen – wie Foursquare und Twitter – hatten es schon damals geschafft, die Dynamik des Festivals zu nutzen und ihre Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen. Wichtige Säule der Veranstaltung: die Gaming Expo. Denn egal ob Musikspiele, Ego-Shooter oder Fantasy-Adventure – für Marketing-Experten (und Waffenlobbyisten) gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, die junge Zielgruppe anzufixen.

 

Viel Spaß bei TRACKS!

 

Samstag 11. Mai 2013 um 22.45 Uhr – danach 7 Tage lang im Netz auf ARTE +7, ARTE +7 Wiederholung am Dienstag, 14.05. um 5:05 Uhr und Samstag, 18.05. um 0:50 Uhr

Mittwoch, 8. Mai 2013 13:14 Uhr von Christian Bettges

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Tracks 06. April 2013

Die ghanaische Musikindustrie boomt! Und mit ihr das Interesse an den untrennbar mit der Musik verbundenen Tänzen…

 

T.O. & Stunnakid, Photo by EmzyProductionFilms[4]Azonto

Die ghanaische Musikindustrie boomt! Und mit ihr das Interesse an den untrennbar mit der Musik verbundenen Tänzen. „Azonto“ wird in Ghana überall und von jedem getanzt. Von hier aus hat er Westafrika erobert und verbreitet sich nun in die ganze Welt. Mit Azonto kann alles ausgedrückt werden. Die Grenzen sind die der eigenen Fantasie und neben ein paar wichtigen Grundschritten ist alles erlaubt. Doch egal, was ausgedrückt wird, Azonto bleibt immer ein Spiel – und vor allem: Azonto bleibt immer einzigartig. Bei TRACKS lernt ihr step by step wie man in Ghana die Hüften schwingt!

Deutsch-Rap 3.0

Was ist aus deutschem Rap geworden? 5 Sterne sind als Moonbotica housemäßig unterwegs, Deichkind mimt das elektronische „PartyAbrissKommando“ und Jan Delay ist mit Bigband erfolgreich. Ist der deutsche Rap am Ende? Keineswegs, stellt TRACKS fest, denn es gibt ja noch Nate57 und TellyTellz. Sie heben sich von der Masse ab und sorgen deutschlandweit für Aufsehen. Kunststudent TaubeMC hat weniger auf der Straße, dafür mit seinen psychoaktiven Videos und seinem technolastigen Sound für Furore gesorgt. Außerdem dabei: der frisch gebackene Echo-Gewinner Cro und direkt aus der Lagerhalle: Die Orsons!

Kris Menace

Depeche Mode und Xavier Naidoo arbeiten mit ihm, ebenso wie Kylie und Moby. Kris Menace hat Pop-Musik inhaliert und sich zu einem Wunschpartner in Sachen Produktion und Mixe katapultiert. Weit gefehlt, wer ihn im gehypten Berlin vermutet: Kris macht urbane House- und Pop-Musik in der pfälzischen Provinz. Und wenn er die Großstadt doch mal vermisst, düst er nach Paris, wo er ein weiteres Label pflegt. Auf seinem ersten Longplayer sind neben Xavier und Miss Kittin auch die Black Hills und Robert Owens zu hören. TRACKS stattet dem DJ und Musik-Nerd einen Hausbesuch ab – inkl. Schweinestreicheln!

Jessie_Ware_by Universal4Jessie Ware

Einerseits hat es Jessie Ware in ihrer Heimat Großbritannien 2012 auf diverse Besten-Listen geschafft und eine Nominierung für den prestigereichen Mercury Prize eingeheimst. Andererseits lässt sich ihrem verführerischen Sound, der von minimalistischen Soulanleihen und der unterkühlten Spannung ihrer Stimme getragen wird, eine kommerzielle Gefälligkeit nicht absprechen. „Devotion“ heißt das Debut-Album der britischen Pop-Hoffnung, mit dem sie gleich auf Platz 5 der UK-Album Charts landete. TRACKS besucht Jessie Ware in London und macht sich selbst ein Bild von der Frau, die das Clash Magazine als den „Missing Link“ zwischen Adele, SBTRKT und Sade beschrieben hat.

Wes Borland

Wes Borland? Irgendwie schon mal gehört. Klar, der spielt doch Gitarre bei den Neu-Metalern von Limp Bizkit. Und wenn er nicht in die Saiten haut, dann schwingt er den Pinsel, malt so exzentrisch, wie er sich auch auf der Bühne gibt. Ein Show-Mensch eben. Aber auch ein Musik-Junkie. Darum hat er gleich noch ein paar Projekte nebenbei: Sounddesign, Filmmusik, Begleitung von Marilyn Manson und… Black Light Burns, seine andere Band. Und die bringt er jetzt endlich mit neuem Material nach Deutschland! TRACKS schaut den Rockern über die Schulter und spricht mit Wes über seine Lieblingsscheiben.

Cody ChesnuTT Live

Er sieht nicht nur aus wie Marvin Gaye, er klingt auch so. Mit dem Hit „The Seed“ der stilprägenden Hip-Hop-Combo The Roots hat er sein Potenzial als Gitarrist, Sänger und Songschreiber bereits vor 10 Jahren angedeutet. Sein aktuelles Album übertrifft jedoch die kühnsten Erwartungen. In den Royal Studios in Memphis, wo einst Al Green, Syl Johnson und Ann Peebles ihre Southern-Soul-Hits einspielten, hat ChesnuTT sein unprätentiöses Meisterwerk aufgenommen. Das Ergebnis: erdiger, symphonischer Funk, leidenschaftlich und intim. Eine Kostprobe gibt Cody ChesnuTT live on stage, hier bei TRACKS.

 

ARTE, Tracks: Samstag 6. April 2013 um 23.45 Uhr –
danach 7 Tage lang im Netz auf ARTE +7
Wiederholung am Dienstag 9. April um 05.15 Uhr und
Samstag 13. April um 01.10 Uhr

Donnerstag, 28. März 2013 14:02 Uhr von Christian Bettges

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Tracks 23. Februar 2013

Fünf Jahre haben sie an ihrem ersten Album gearbeitet, und es hat sich gelohnt. Alt-J…

 

Alt-J_NLDie britischen Newcomer Alt-J

Fünf Jahre haben sie an ihrem ersten Album gearbeitet, und es hat sich gelohnt. Alt-J haben ein Debüt hingelegt wie es besser kaum sein kann. Chartplatzierungen in Großbritannien, Belgien, Holland und Frankreich sowie ausverkaufte Gigs in den USA sind die Folge. Zudem bescherte „An Awesome Wave“ dem Quartett aus Leeds, neben Nominierungen bei den Q-Awards und den AIM Music Awards, die Ehrung für das „Album Of The Year“ beim Mercury Music Prize 2012. Kein Wunder, ist ihnen doch ein Erstlingswerk gelungen, dass verschiedenste Einflüsse aus Hip-Hop, Folk, Indierock und Pop bündelt, ohne plump im eklektizistischen Crossover-Sumpf zu versinken. Im Gegenteil: Diese Platte klingt frisch und nach heute, wenn nicht sogar nach morgen!

Bruno Mars – 3 Platten

Bruno Mars macht sich zum Affen. Denn während der Arbeit zu seinem neuen Album „Unorthodox Jukebox“ legte der junge Hawaiianer mit Wohnsitz LA eine tierische Wandlung hin. Vom niedlichen Romeo mit Knopfaugen zum trommelnden Alphatier:
Der Gorilla auf dem Plattencover und der gleichnamige Song sprechen Bände. Der Fokus ist – Gerüchten zum Trotz – weiterhin ausschließlich weiblich und paarungswillig. Mit dem Rückenwind des Erfolges seiner Debüt-Scheibe will man sich den Imagewechsel leisten. Musikalisch klappt das jedenfalls recht gut. Lupenreiner Pop mit Ausflügen in diverse Klanggebiete. Die Kritiker überschlagen sich und der Mann selbst kennt seine Stärken genau. TRACKS verrät Bruno Mars, was ihm wirklich Spaß macht am Erfolg und welche Platten ihm den Weg aus dem Musik-Dschungel gezeigt haben.

 

Graf Fidi NL

Rock ‘n’ Rolli – Inklusion in der Kulturszene

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben mit einer Behinderung. Von der Kulturszene sind diese Menschen meist ausgeschlossen. Doch nun findet ein Umdenken statt. Inklusion heißt der Trend, der nun auch im Nachtleben stattfinden soll. Von den Vereinten Nationen 2011 ratifiziert, fordert die Behindertenrechtskonvention eine gleichberechtigte Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben. Annina Zamani hält sich als eine der ersten aus der Partyszene an den Vertrag. Sie hat „Rock ‘n’ Rolli“ ins Leben gerufen – die Party für Menschen mit und ohne Handicap. Im Berliner Szene-Club Katerholzig können blinde, sehende, im Rollstuhl sitzende und auf Füßen gehende “Clubber” gemeinsam feiern. Und Annina ist nicht allein. Auch Mira vom Modelabel Rolling Elephants und der Rapper Graf Fidi – beide Rollstuhlfahrer – wollen endlich einen Lifestyle wie alle anderen Szenegänger auch.

Supershirt live

Die Ironie ist tot? Keinesfalls! Bei Supershirt ist fast nichts so gemeint wie es gesagt wurde. Kompromissloser Humor, fetteste Bässe und ein Frontmann für den der Begriff Rampensau erfunden wurde, schaffen den Spagat: Sie bringen ihr Publikum nicht nur zum Tanzen, sondern auch zum Denken. Supershirt, das sind politische und sozialkritische Texte, verpackt in ein musikalisches Elektro-Punk-Gewand aus treibenden Beats, fetten Bässen und einprägsamen Hooks. Sie selbst nennen es Alkopop. Und da ist etwas dran, haben die Wahlberliner doch absoluten Popappeal, wenn der auch etwas beschwipst daher kommt. Aber so ist es nun mal mit den Betrunkenen, sie sind vielleicht etwas schwerer zu verstehen, aber sagen sie doch meist die Wahrheit. Supershirt tun dies wiederholt auf ihrem aktuellen Album „Kunstwerk“ und live auf Tour!

Evi Vine

Manchmal ist der Ort richtig und die Zeit, die zu treffende Entscheidung aber eine andere. Evi Vine teilte sich einst mit Shootingstar Ed Sheeran ein Apartment in London, lehnt allerdings sein Angebot zur Zusammenarbeit ab. Stemmt dafür im Alleingang innerhalb der folgenden 3 Jahren ihr Debütalbum. „…And so the morning comes“ klingt nach Underground-Gothic-Folk, Dark- Pop-Wave oder besser, wie das unfassbar tiefgründige Universum einer jungen Künstlerin zwischen Selbstzweifel und Selbstbewusstsein. Symbolkräftig, einzigartig und doch nachvollziehbar. Kein Label, kein Produzent, kein Management. Dazu gehört Mut und eiserner Wille in Zeiten der von Krisen gebeutelten Musikbranche. Derzeit arbeitet sie mit Roger O’Donnell von The Cure am zweiten Album.

Tape Is The New Paint – Klebebande Berlin

Der karge Boden in einem Kaufhaus, die kalten Fliesen im Stadtpark oder die kahle Fassade einer Häuserfront. Die Klebebande Berlin verwandelt schnöde Plätze in bunte Lichtblicke – mit Klebeband, reichlich Fantasie und Logik. Denn häufig kommen dabei dreidimensionale Gebilde heraus, Quadrate wachsen aus den Wänden oder Blitzgewitter entspringen Glasscheiben. Spray-Dose war gestern, heute sind Gaffa, Krepp und Isolier die Werkzeuge der Künstler – und die Straße schon lange nicht mehr ihr einziges Metier. Tape klept nicht mehr am Untergrund, denn die kunstvollen Bilder lassen sich problemlos wieder entfernen und entkriminalisieren die Künstler. Mittlerweile werden ganze Fashion-Kollektionen geklebt, Gallerien stellen ihre Kunstwerke aus, geklebte Warhols hängen in der Hipster-Wohnung an der Wand. Tracks besucht die Klebebande in Berlin, trifft BuffDiss, den Urvater der Szene und geht mit Tape Riot auf Tour, die mit ihrer Tanzperformance ganz Europa eingewickelt hat.

 

Arte, Tracks: Samstag 23. Februar 2013 um 23.10 Uhr –
danach 7 Tage lang im Netz auf ARTE +7
Wiederholung am Dienstag 26. Februar um 05.05 Uhr und
Freitag 1. März um 01.00 Uhr

Dienstag, 19. Februar 2013 13:46 Uhr von Christian Bettges

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Tracks 02. Februar 2013

Das ist unser Mann! Willy Moon! Der gebürtige Neuseeländer ist ein echter Stil-Wächter.

 

Willy Moon

Das ist unser Mann! Willy Moon! Der gebürtige Neuseeländer ist ein echter Stil-Wächter. Vom Scheitel bis zur Sohle. Nach dem Auftauchen erster Videos im Netz drehen Hipster und Trend-Scouts komplett durch. Gelassen und versiert produziert er seine Songs Marke Eigenbau. Dieser Künstler macht den Retro-Rock’n’Roll für die Digital-Generation! TRACKS trifft Willy Moon in seiner Wahlheimat London und besucht mit ihm Problemviertel Berlin-Neukölln, wo er noch den Ruf eines Penners und Schwarzfahrers hatte.

 

Black Hair

Das Haar soll wehen, wallen, glänzen – gemäß weißer Standards. Keine leichte Aufgabe für Black Hair, auch Schwarzes oder Afrohaar genannt. Beyoncé stülpt immer wieder Perücken über, Rihanna wechselt mit ihren Haarteilen ständig zwischen raspelkurz und ultralang und der King of Pop trug fettige Jheri-Curls. TRACKS lädt zu einer haarigen Zeitreise durch die Pophistorie ein! Und fragt, wie Schwarze heute zu ihren Haaren stehen. Haarstylistin Smarthairart hat schon Stars wie Samy Deluxe und Snoop Dogg den Schopf zurecht gerückt. Die Bloggerin BlossomDynamite propagiert den natürlichen Look. Und Filmemacherin Regina Kimbell erklärt, warum Michelle Obama sich keinen Afro leisten kann.

Feine Sahne Fischfilet vs. Verfassungsschutz

Kritisch, mutig, aktiv antifaschistisch. Die Band Feine Sahne Fischfilet engagiert sich gegen Nazis und sagt das öffentlich. Ein Angriff auf die mecklenburgischen Geschmacksnerven? Oder ein Geheimcode für umstürzlerische Aktivitäten innerhalb der obersten Landtagskantine? So sieht es zumindest der aktuelle Verfassungsschutz von Meckpomm und beschert ihnen einen Eintrag. Als ob dieser mit den Morden der NSU nicht genug zu tun hätten. Tracks fragt: muss die Verfassung wirklich vor Feine Sahne Fischfilet geschützt werden?


Lianne La Havas

Hype, Hype, Hurra! Die britische Presse kürt wieder mal einen neuen Superstar! Diesmal aber ist das Lob gerechtfertigt. Selbst Stevie Wonder geht vor ihr in die Knie und Prince lädt sie eben mal zum Jammen ein. Lianne La Havas: eine Sängerin mit rauchiger Stimme. Gelassen und ehrlich. Die Musik zwischen Blues, Jazz und Soul. Tracks erzählt sie von süßer Rache am Ex, schüchternen Musikanfängen und ihrer Zweitkarriere.

Silly Walks Discotheque – Turbulenter Jamaika-Trip

Seit über 20 Jahren gehören sie zu den Reggae-Soundsytem-Pionieren Europas. Ihr jüngstes Album „Storms of Life “, auf dem neben Torch und Gentleman jede Menge jamaikanische Reggae-Headliner vertreten sind, führt die hanseatischen Reggae-Veteranen zur Promo-Tour auf die Insel. Tracks ist dabei und gleich mittendrin im Geschehen. Ein grausames Verbrechen überschattet die Wiedersehensfreude und fordert ein Statement der Künstler. Mit „Stand Against Rape“ haben sie einen bewegenden Song gegen sexuelle Gewalt geschaffen.

The Hives – Punker in Anzügen

Sechs Studio-Alben, fünf goldene Schallplatten, einmal Platin und kiloweise durchgerockte Schuhsolen. The Hives! Ihr Markenzeichen – Anzüge. Ein Schlag ins Gesicht für so manchen steif uniformierten Punk-Fan. Seit knapp zwanzig Jahren ziehen die fünf Schweden um die Welt. Und das, so die Legende, alles dank eines Mannes, der die Band an einem ominösen Abend zusammenführte. Gesehen hat ihn noch niemand. Ab und zu taucht er als Schatten auf. Mysteriös…  TRACKS will mehr erfahren und nimmt The Hives musikalisch unter die Lupe – auf geht’s zum Plattencheck!

 

Arte, Tracks: Samstag 2. Februar 2013 um 23.40 Uhr –
danach 7 Tage lang im Netz auf ARTE +7
Wiederholung am Dienstag 5. Februar um 05.05 Uhr und
Freitag 8. Februar um 01.30 Uhr

Montag, 21. Januar 2013 18:14 Uhr von Katharina Vollmeyer

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Open Opera – Wer wird Carmen?

 

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Einmal auf einer riesigen Bühne stehen, vor 4000 Leuten spielen, mit Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff arbeiten – für viele junge Sänger ein verlockendes Angebot. Open Opera macht’s möglich: Die Casting-Show sucht die vier Hauptrollen des Opernklassikers „Carmen“ für die Seefestspiele am Wannsee. Über 500 Talente aus aller Welt bewerben sich für Open Opera. 31 Sänger aus 27 Nationen schaffen es zum Vorsingen nach Berlin. Auf sie warten Prüfungen, Lampenfieber und eine hochkarätige Jury aus gestandenen Opernstars.

Bei Open Opera erlebt der Zuschauer in sieben Folgen auf ARTE hautnah, wie eine Opernbesetzung zustande kommt. Welche Prüfungen haben die Sänger zu meistern, nach welchen Kriterien werden sie ausgewählt, wie bereiten sie sich auf ihre Rolle vor und was macht eine tolle Stimme aus. Die Ansprüche sind hoch, die Jury streng, die Coaches und Mentoren berühmt.

Den Auftakt bildet ein lockerer Gesangsabend mit Open Mic. Wer will, kann hier von den Kandidaten schon mal zeigen, was er drauf hat – und zwar nicht nur klassische Stücke, sondern auch Lieder aus Pop und Rock. Moderiert wird der Abend von Hamburger Plattsnacker Yared Dibaba.

Gleich um 10 Uhr früh am nächsten Morgen müssen die ersten vor den Kadi. Keine leichte Übung – denn die Stimme muss auch erst einmal aufwachen. Die französische Sopranistin Annick Massis, der amerikanische Tenor und Sängercoach David Lee Brewer und der Bass-Bariton Franz Hawlata bilden die Jury. Sie kennen die Ängste und Sehnsüchte der amtierenden Opernsänger, nehmen sie an die Hand und geben ihnen umfangreiches Feedback.

13 Kandidaten schaffen es in die nächste Runde, in denen wir ihnen näherkommen und von ihren ganz persönlichen Geschichten erfahren. Open Opera begleitet die Künstler in ihren Alltag, wirft einen Blick in die Vergangenheit, fragt nach ihren Plänen und Träumen und will wissen, wie sie mit Anspannung, Nervosität und Nervenkitzel umgehen. Denn eine gute Stimme allein reicht nicht. Immer wieder müssen sie ins kalte Wasser springen. Mal wartet auf die Rolle des Don José eine Tänzerin, Carmen muss zeigen, dass sie auch mit Fächer und Kastagnetten umgehen kann, Micaëla wird vom Tanzlehrer in ein dramatisches Spiel verwickelt und Escamillo soll beweisen, dass er auch auf wackeligen Schuhen seinen Mann stehen kann.

Vier Tage müssen sich die Teilnehmer unter den strengen Augen und Ohren der Jury beweisen, schauspielerisches Talent zeigen, Aufgaben meistern, tänzerisches Geschick an den Tag legen und natürlich singen. Am Ende stehen die vier Gewinner fest. Mezoosopranistin Erica Brookhyser aus den USA (Carmen), Tenor Christian Schleicher aus Berlin (Don José), die lyrische Sopranistin Anna Pisareva aus Weißrussland (Micaëla) und der Bariton Michael Bachtadze aus Georgien (Escamillo).

Sechs Folgen können die Zuschauer die Kandidaten verfolgen, Runde um Runde mitfiebern. Jetzt erleben die vier Gewinner den Moment der Wahrheit. Mit dem renommiertesten europäischen Regisseur Volker Schlöndorff wird für den großen Augenblick geprobt. „Ein sexy Sportler, ein eifersüchtiger Polizist und eine arbeitslose Sinti/ Roma, die versucht ihre Freiheit zu verteidigen: Das dürften wohl genug Elemente für ein Schauspiel sein…“ sagt Schlöndorff. Und verspricht „…einen Stierkampf am Wannsee!“

Am 17. August 2012 ist es soweit. Die Finalisten von Open Opera feiern an diesem Abend Premiere auf der Seebühne Wannsee in Berlin.

Inszenierung: Volker Schlöndorff
Musikalische Leitung: Judith Kubitz
Intendant: Dr. Christoph Dammann

Und das sagt die Presse:

Hamburger Abendblatt
Frankfurter Allgemeine
BR Klassik

Donnerstag, 16. August 2012 15:16 Uhr von Katharina Vollmeyer

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